Lexikon

Fachbegriffe zu Denkmalschutz und Versicherung im Überblick

Dieses Lexikon bietet Ihnen wertvolle Informationen zu Denkmalschutz, Restaurierung und Versicherungen für historische Bauten – präzise, verständlich und praxisnah. Perfekt für Eigentümer, Planer und Interessierte.

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Denkmalschutzgebäude für das eine spezielle Versicherung benötigt wird
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Abbund
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Der Begriff Abbund bezeichnet das maßgenaue Zuschneiden und Vorbereiten von Holzbalken und Bauteilen für den Bau eines Dachstuhls oder einer Holzkonstruktion. Traditionell erfolgt der Abbund in einer Zimmerei, wo alle Hölzer nummeriert und gekennzeichnet werden, um später auf der Baustelle passgenau montiert zu werden. Diese präzise Arbeit ist vor allem bei historischen Gebäuden wichtig, um die Tragfähigkeit und Optik zu erhalten.

Abschlagszahlung
A

Eine Abschlagszahlung ist eine Teilzahlung, die vor Abschluss einer Leistung oder Lieferung fällig wird. Im Bauwesen werden Abschlagszahlungen oft nach Baufortschritt vereinbart. Auch Versicherungen können in Form von Abschlägen Leistungen vorab auszahlen, etwa bei größeren Schäden an Gebäuden.

Abseiten
A

Als Abseiten werden schmale, oft niedrige Räume zwischen einer Innenwand und der Dachschräge bezeichnet. Sie entstehen meist im Dachgeschoss oder bei Gebäuden mit Mansarddach. Abseiten werden häufig als Stauraum genutzt, können aber auch für Installationen wie Heizungsrohre dienen. Bei Altbauten ist es wichtig, Abseiten auf Feuchtigkeit oder Schädlingsbefall zu prüfen, um Bauschäden zu vermeiden.

Altbau
A

Ein Altbau ist ein Gebäude, das vor allem durch traditionelle Bauweisen, hohe Decken, große Fenster und oft auch durch den Einsatz massiver Baustoffe wie Ziegel oder Naturstein gekennzeichnet ist. In Deutschland spricht man meist von Altbauten, wenn sie vor 1945 errichtet wurden. Viele Altbauten stehen unter Denkmalschutz, wodurch besondere Regeln für Sanierung und Modernisierung gelten – oft verbunden mit speziellen Versicherungslösungen.

Altdeutsches Dach
A

Das Altdeutsche Dach ist eine traditionelle Form der Schieferdeckung, die vor allem in historischen Gebäuden vorkommt. Dabei werden unterschiedlich große Schieferplatten in unregelmäßiger Form verlegt, was dem Dach ein charakteristisches, lebendiges Muster verleiht. Diese Handwerkskunst erfordert viel Erfahrung und ist besonders langlebig, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird. Für Eigentümer bedeutet ein Altdeutsches Dach oft höhere Instandhaltungskosten – und die Notwendigkeit eines passenden Versicherungsschutzes.

Amortisation
A

Amortisation beschreibt den Zeitraum, bis sich eine Investition durch Einsparungen oder Einnahmen wieder ausgezahlt hat. Im Immobilienbereich kann das z. B. bei einer energetischen Sanierung relevant sein, wenn sich die Kosten durch geringere Heizkosten über die Jahre rechnen.

Anastylose
A

Anastylose ist eine Restaurierungsmethode, bei der ein zerstörtes Bauwerk mit seinen originalen, noch erhaltenen Bauteilen wiederaufgebaut wird. Fehlende Teile werden nur so weit ergänzt, dass die ursprüngliche Form erkennbar wird, ohne den historischen Charakter zu verfälschen. Diese Technik wird oft bei besonders wertvollen oder einmaligen Baudenkmälern angewendet.

Ankersplinte
A

Ankersplinte sind kleine, metallische Sicherungsteile, die verhindern, dass sich Schrauben oder Bolzen lösen. Sie werden oft in Dachkonstruktionen oder bei Metallverbindungen im Bauwesen eingesetzt. Bei historischen Gebäuden sind Ankersplinte wichtig, um tragende Bauteile dauerhaft zu sichern und Schäden durch lockere Verbindungen zu vermeiden.

Anschlussversicherung
A

Eine Anschlussversicherung sorgt dafür, dass der Versicherungsschutz ohne Unterbrechung weiterläuft, etwa wenn ein bestehender Vertrag ausläuft oder der Versicherer wechselt. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine nahtlose Absicherung besonders wichtig, um im Schadensfall keine Lücke zu riskieren.

Antrag auf Unterschutzstellung
A

Ein Antrag auf Unterschutzstellung ist das offizielle Verfahren, mit dem ein Gebäude oder ein Ensemble in die Denkmalliste eingetragen werden soll. Dieser Antrag kann von Eigentümern, Behörden oder Interessengruppen gestellt werden. Wird er genehmigt, erhält das Objekt den Status „denkmalgeschützt“ – verbunden mit besonderen Rechten, Pflichten und Fördermöglichkeiten.

Architrav
A

Der Architrav ist ein waagerechter Bauteil, der in der klassischen Architektur auf Säulen oder Pfeilern liegt und diese verbindet. Er ist oft reich verziert und Teil von Fassaden, Eingangsportalen oder Innenräumen historischer Gebäude. Der Architrav hat sowohl eine tragende als auch eine gestalterische Funktion.

Aufsparrendämmung
A

Die Aufsparrendämmung ist eine Wärmedämmung, die oberhalb der Dachsparren angebracht wird. Sie bietet den Vorteil, dass der Innenraum nicht verkleinert wird und eine durchgehende Dämmung ohne Wärmebrücken entsteht. Gerade bei Altbauten kann diese Methode helfen, den Energieverbrauch deutlich zu senken.

Ausfachung
A

Als Ausfachung bezeichnet man die Füllung der Gefache in einem Fachwerkhaus. Traditionell werden hierfür Lehm, Ziegel oder Naturstein verwendet. Die Ausfachung sorgt für Stabilität, Wärmeschutz und die charakteristische Optik des Fachwerks. Bei der Sanierung denkmalgeschützter Häuser ist die Wahl der richtigen Materialien entscheidend, um den historischen Charakter zu erhalten.

Ausfachungsmaterialien
A

Ausfachungsmaterialien sind die Baustoffe, mit denen die Zwischenräume (Gefache) eines Fachwerkgerüsts gefüllt werden. Traditionell werden Lehm, Ziegel oder Naturstein verwendet. Die Wahl der richtigen Materialien ist entscheidend, um die bauphysikalischen Eigenschaften und die Optik eines historischen Gebäudes zu erhalten.

Ausgleichsmasse
A

Ausgleichsmasse ist ein spezieller Mörtel oder Estrich, der eingesetzt wird, um unebene Untergründe auszugleichen. Sie schafft eine glatte, tragfähige Fläche für Bodenbeläge. In historischen Gebäuden wird oft darauf geachtet, dass die Ausgleichsmasse mit den vorhandenen Materialien verträglich ist.

Backsteinbauweise
B

Die Backsteinbauweise nutzt gebrannte Tonziegel als Hauptbaustoff für Wände und Fassaden. Diese Bauweise ist besonders langlebig und prägt viele historische Gebäude in Nord- und Mitteldeutschland. Backstein bietet guten Witterungsschutz und eine markante Optik, erfordert aber fachgerechte Pflege und Sanierung.

Balkenlage
B

Die Balkenlage bezeichnet die tragende Konstruktion aus Holzbalken, auf der beispielsweise Fußböden oder Decken ruhen. In Altbauten bestehen diese oft aus massiven Hölzern. Ihre Tragfähigkeit sollte regelmäßig geprüft werden, besonders bei Sanierungen.

Bandelwerk
B

Bandelwerk ist eine dekorative Ornamentform des 17. und 18. Jahrhunderts, die aus verschlungenen Bandmustern besteht. Sie findet sich häufig an Fassaden, Stuckdecken oder Möbeln historischer Gebäude und gehört zu den typischen Schmuckelementen der Barockzeit.

Barockstil
B

Der Barockstil ist eine prunkvolle Architektur- und Kunstrichtung des 17. und 18. Jahrhunderts. Typisch sind symmetrische Grundrisse, reich verzierte Fassaden und üppige Innenausstattung. Viele barocke Bauwerke stehen heute unter Denkmalschutz.

Bauakteneinsicht
B

Die Bauakteneinsicht ermöglicht Eigentümern und Interessenten, Pläne und Unterlagen eines Gebäudes bei der zuständigen Behörde einzusehen. Sie ist wichtig, um den rechtlichen und baulichen Zustand zu prüfen.

Baudenkmal
B

Ein Baudenkmal ist ein Gebäude, das aufgrund seiner historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Bedeutung in die Denkmalliste eingetragen ist. Für Eigentümer gelten besondere Erhaltungspflichten, aber auch Chancen auf Förderungen und steuerliche Vorteile.

Baufuge
B

Eine Baufuge ist der kontrollierte Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen, der Bewegungen aus Temperatur- oder Materialänderungen ausgleicht. Richtig abgedichtet, schützt sie vor Feuchtigkeit und Schäden.

Bauherrenpflichtversicherung
B

Die Bauherrenpflichtversicherung schützt den Bauherrn vor Haftungsansprüchen Dritter, wenn es während der Bauphase zu Personen- oder Sachschäden kommt.

Bauleistungsversicherung
B

Eine Bauleistungsversicherung deckt unvorhersehbare Schäden während der Bauzeit ab, z. B. durch Sturm, Vandalismus oder Materialfehler. Sie ist besonders bei umfangreichen Sanierungen historischer Gebäude empfehlenswert.

Bausubstanz
B

Die Bausubstanz bezeichnet die Gesamtheit aller konstruktiven Teile eines Gebäudes – also Wände, Decken, Dach, Fundament und tragende Bauelemente. In der Denkmalpflege wird großer Wert darauf gelegt, möglichst viel originale Bausubstanz zu erhalten, da sie die Authentizität und den historischen Wert eines Gebäudes ausmacht.

Bauwich
B

Der Bauwich beschreibt den Mindestabstand eines Gebäudes zur Grundstücksgrenze. Diese Abstände sind in den Landesbauordnungen geregelt und dienen unter anderem dem Brandschutz.

Bauzier
B

Bauzier umfasst alle dekorativen Elemente an einem Gebäude, wie Gesimse, Stuck, Schnitzereien oder Fassadenmalereien. Sie prägt maßgeblich das Erscheinungsbild historischer Bauten und ist häufig ein zentraler Bestandteil von Denkmalschutzauflagen.

Beletage
B

Die Beletage ist die vornehmste Wohnetage eines historischen Stadthauses, oft im ersten Obergeschoss. Hohe Decken, Stuckverzierungen und großzügige Fenster prägen diese Etage, die ursprünglich repräsentativen Zwecken diente.

Berliner Dach
B

Das Berliner Dach ist eine Dachform mit einer flach geneigten Hauptfläche und einer steileren unteren Dachfläche. Es bietet zusätzlichen Wohnraum im Dachgeschoss und ist typisch für Altbauten in Berlin.

Besenstrichputz
B

Besenstrichputz ist ein Oberputz, dessen Oberfläche mit einem Besen strukturiert wird. Diese Technik sorgt für eine rustikale Optik und kann bei historischen Gebäuden den traditionellen Charakter betonen.

Bestandsschutz
B

Bestandsschutz bedeutet, dass ein Gebäude oder eine bauliche Anlage, die nach früheren Vorschriften rechtmäßig errichtet wurde, auch dann bestehen bleiben darf, wenn sich die gesetzlichen Vorgaben geändert haben. Bei denkmalgeschützten Gebäuden gilt der Bestandsschutz jedoch nur eingeschränkt, da Erhaltungs- und Sanierungspflichten bestehen.

Biberschwanzziegel
B

Biberschwanzziegel sind flache Dachziegel mit einer abgerundeten Kante, die an den Schwanz eines Bibers erinnert. Sie werden oft in Doppeldeckung verlegt und sind typisch für historische Dächer in Deutschland.

Biedermeierstil
B

Der Biedermeierstil prägte Architektur und Innenraumgestaltung zwischen 1815 und 1848. Er zeichnet sich durch schlichte Eleganz, klare Linien und wohnliche Proportionen aus – oft als Gegenbewegung zum prunkvollen Barock.

Bleiverglasung
B

Bleiverglasung bezeichnet das Einfassen einzelner Glasstücke in Bleiprofile, um dekorative Fenster zu gestalten. Häufig in Kirchen, Villen und Jugendstilbauten zu finden, erfordert sie besondere Pflege.

Bodendenkmal
B

Ein Bodendenkmal ist eine im Boden erhaltene, historische Fundstätte wie eine alte Siedlung, ein Grab oder eine befestigte Anlage. Bodendenkmäler sind gesetzlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung archäologisch untersucht oder freigelegt werden.

Bodengutachten
B

Ein Bodengutachten untersucht die Beschaffenheit des Baugrunds, um Bauherren Planungssicherheit zu geben. Es liefert wichtige Daten für die Gründung und Statik eines Gebäudes.

Bogenfenster
B

Bogenfenster sind Fenster mit einer gerundeten oberen Kante. Sie prägen viele historische Baustile und verleihen Gebäuden eine elegante, oft klassisch wirkende Fassade.

Bordsteinrampe
B

Eine Bordsteinrampe gleicht den Höhenunterschied zwischen Bordstein und Fahrbahn aus. Sie erleichtert die Zufahrt auf Grundstücke und kann auch für barrierefreie Zugänge wichtig sein.

Brandgiebel
B

Der Brandgiebel ist eine hochgezogene Giebelwand, die über das Dach hinausreicht. Er dient vor allem dem Brandschutz zwischen angrenzenden Gebäuden.

Brandmauer
B

Eine Brandmauer trennt Gebäude oder Gebäudeteile und verhindert die Ausbreitung von Feuer. Besonders in historischen Altstädten ist sie ein wichtiges Sicherheitsmerkmal.

Brandwand
B

Die Brandwand ist eine massive Wand, die meist ohne Öffnungen errichtet wird, um Feuer und Rauchübertragung zu verhindern. Sie ist fester Bestandteil moderner und historischer Bauvorschriften.

Brennwertkessel
B

Der Brennwertkessel ist ein moderner Heizkessel, der zusätzlich die Wärme aus den Abgasen nutzt. Dadurch arbeitet er besonders effizient und spart Energie.

Bruchstein
B

Bruchstein ist unregelmäßig gebrochener Naturstein, der ohne aufwendige Bearbeitung als Baumaterial verwendet wird. Er prägt viele historische Mauern und Sockelbereiche.

Buntmetall
B

Buntmetall ist eine Sammelbezeichnung für Nichteisenmetalle wie Kupfer, Messing oder Bronze. Diese Materialien werden häufig für Dachrinnen, Verzierungen und Beschläge historischer Gebäude verwendet.

Carrara-Marmor
C

Carrara-Marmor ist ein besonders hochwertiger, weißer bis hellgrauer Naturstein aus der italienischen Region Toskana. Er wird seit der Antike für Skulpturen, Treppen, Fassaden und Innenausstattungen verwendet. Sein edles Erscheinungsbild macht ihn auch heute noch beliebt, vor allem in denkmalgeschützten Gebäuden.

Cassettendecke
C

Eine Cassettendecke ist eine Decke, die in regelmäßig angeordnete, vertiefte Felder – sogenannte Kassetten – unterteilt ist. Diese Bauweise ist nicht nur dekorativ, sondern kann auch die Akustik verbessern. Sie kommt häufig in historischen Villen und repräsentativen Bauten vor.

Chaletstil
C

Der Chaletstil ist eine Bauweise, die ihren Ursprung in den Alpen hat. Charakteristisch sind große Dachüberstände, Holzbalkone und reich verzierte Schnitzereien. Heute findet man den Chaletstil nicht nur in Gebirgsregionen, sondern auch bei modernen Landhäusern.

Charta von Venedig
C

Die Charta von Venedig ist ein internationales Grundsatzdokument aus dem Jahr 1964, das die Prinzipien der Denkmalpflege und Restaurierung festlegt. Sie dient weltweit als Orientierung für den Erhalt und die fachgerechte Behandlung von Kulturdenkmälern.

Chorapsis
C

Die Chorapsis ist der halbrunde oder polygonale Abschluss des Chorraums in Kirchen. Oft ist sie reich mit Fresken oder Glasfenstern geschmückt und bildet den architektonischen Höhepunkt des Innenraums.

Colombage
C

Colombage ist der französische Begriff für Fachwerkbauweise. Dabei werden Holzbalken mit Ausfachungen aus Lehm, Ziegel oder Naturstein kombiniert. Sie ist vor allem in Frankreich und angrenzenden Regionen zu finden.

Conservation Management Plan
C

Ein Conservation Management Plan (CMP) ist ein umfassendes Konzept zur Erhaltung eines denkmalgeschützten Gebäudes oder Ensembles. Er dokumentiert den aktuellen Zustand, die historische Bedeutung und Maßnahmen zur langfristigen Sicherung.

Cottofliesen
C

Cottofliesen sind unglasierte Tonfliesen mit warmer, natürlicher Farbgebung. Sie werden traditionell von Hand geformt und gebrannt, was ihnen ihren rustikalen Charme verleiht. In historischen Gebäuden sind sie ein typischer Bodenbelag.

Craquelé
C

Craquelé bezeichnet feine Risse in der Oberfläche von Gemälden, Keramik oder Glasuren. Sie entstehen durch Alterung und Temperaturschwankungen und können bei antiken Stücken Teil des charakteristischen Aussehens sein.

Curtain Wall
C

Eine Curtain Wall ist eine nicht tragende Vorhangfassade, meist aus Glas und Metall. Sie dient als moderne Gebäudehülle und wird an der tragenden Struktur befestigt.

Dachbinder
D

Dachbinder sind tragende Bauelemente in Form von Dreiecken, die das Dach stabilisieren. Sie werden oft aus Holz oder Stahl gefertigt und ermöglichen große Spannweiten.

Dachgaube
D

Eine Dachgaube ist ein aus dem Dach herausragender Aufbau mit eigenem kleinen Dach und Fenstern. Sie bringt Licht und zusätzlichen Raum ins Dachgeschoss und prägt oft das Erscheinungsbild eines Hauses.

Dachkonstruktion
D

Die Dachkonstruktion ist das tragende Gerüst eines Daches. Sie kann aus Holz, Stahl oder Beton bestehen und bestimmt Form, Stabilität und Belastbarkeit des Daches.

Dachlatte
D

Dachlatten sind längliche Holzleisten, die quer zu den Sparren befestigt werden. Sie tragen Dachziegel oder andere Eindeckungen und sind ein wichtiger Bestandteil der Dachkonstruktion.

Dachpfanne
D

Dachpfannen sind gebrannte Ton- oder Betonziegel, die zur Eindeckung von Dächern verwendet werden. Ihre Form und Farbe prägen das Erscheinungsbild des Hauses.

Dachrinnenheizung
D

Eine Dachrinnenheizung verhindert das Zufrieren von Dachrinnen und Fallrohren im Winter. So werden Wasserschäden durch Eisbildung vermieden.

Dachschiefer
D

Dachschiefer ist ein natürlicher Stein, der in Platten gespalten und als Dachdeckung verwendet wird. Er ist langlebig, witterungsbeständig und besonders typisch für historische Dächer.

Dachstuhl
D

Der Dachstuhl ist das hölzerne Grundgerüst eines Daches. Er wird traditionell in der Zimmerei gefertigt und auf der Baustelle montiert.

Dachtraufe
D

Die Dachtraufe ist die untere Kante des Daches, an der Regenwasser in die Dachrinne abläuft. Sie schützt Fassade und Fundament vor Feuchtigkeit.

Dampfbremse
D

Die Dampfbremse ist eine spezielle Folie, die den Feuchtigkeitsdurchgang stark reduziert, aber nicht vollständig verhindert. Sie sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima und schützt die Dämmung.

Dampfschutzfolie
D

Dampfschutzfolie ist ein allgemeiner Begriff für Folien, die den Durchgang von Wasserdampf verhindern oder reduzieren, um Bauschäden zu vermeiden.

Dampfsperre
D

Eine Dampfsperre ist eine absolut dichte Folie, die verhindert, dass Wasserdampf aus dem Innenraum in die Dämmung gelangt. Sie wird vor allem bei Flachdächern eingesetzt.

Denkmal
D

Ein Denkmal ist ein Bauwerk, Objekt oder eine Anlage, das aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen oder städtebaulichen Bedeutung als erhaltenswert eingestuft wird. Denkmäler stehen unter besonderem Schutz und unterliegen speziellen Vorschriften für Pflege und Sanierung.

Denkmalbereich
D

Ein Denkmalbereich ist ein räumlich abgegrenztes Gebiet, in dem mehrere Gebäude oder Anlagen gemeinsam unter Denkmalschutz stehen. Dabei kann es sich um historische Altstädte, Dorfkerne oder ganze Straßenzüge handeln. Ziel ist der Schutz des einheitlichen historischen Erscheinungsbildes.

Denkmalliste
D

Die Denkmalliste ist ein amtliches Verzeichnis aller unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, Anlagen und Ensembles. Ein Eintrag bedeutet besondere Schutzbestimmungen, aber auch Chancen auf Fördermittel.

Denkmalpflege
D

Denkmalpflege umfasst alle Maßnahmen, die dem Erhalt, der Pflege und der Restaurierung denkmalgeschützter Objekte dienen. Ziel ist es, die historische Substanz zu bewahren.

Denkmalschild
D

Das Denkmalschild ist ein offizielles Schild, das an einem geschützten Gebäude angebracht wird. Es kennzeichnet das Objekt als Denkmal und informiert Passanten über seinen besonderen Status. Das Design des Schildes ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Denkmalschutz
D

Denkmalschutz umfasst alle gesetzlichen, organisatorischen und praktischen Maßnahmen zum Schutz und Erhalt von Kulturdenkmälern. Ziel ist es, historische Substanz und das Erscheinungsbild für kommende Generationen zu bewahren.

Denkmalschutzbehörde
D

Die Denkmalschutzbehörde ist die zuständige staatliche Stelle, die über den Erhalt und die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude entscheidet und Eigentümer berät.

Denkmalschutzgesetz
D

Das Denkmalschutzgesetz ist die rechtliche Grundlage für den Schutz von Baudenkmälern in einem Bundesland. Es legt fest, welche Gebäude geschützt werden, welche Pflichten Eigentümer haben und wie Förderungen oder Genehmigungen geregelt sind.

Denkmalzone
D

Eine Denkmalzone ist ein Gebiet, in dem mehrere Gebäude, Straßen oder Plätze gemeinsam als schützenswert gelten. Der Schutz betrifft nicht nur einzelne Häuser, sondern das gesamte städtebauliche Ensemble.

Dielenboden
D

Ein Dielenboden besteht aus langen Holzbrettern, die direkt auf einer Unterkonstruktion verlegt werden. Er ist ein klassischer Bodenbelag in Altbauten und verleiht Räumen Wärme und Charakter.

Doppelfalzdachziegel
D

Doppelfalzdachziegel sind Dachziegel mit zwei ineinandergreifenden Falzen, die für besondere Dichtheit sorgen. Sie werden häufig bei steilen Dächern eingesetzt.

Doppelsparren
D

Doppelsparren sind parallel angeordnete Sparrenpaare, die eine höhere Tragfähigkeit des Daches ermöglichen. Sie werden bei größeren Spannweiten oder höheren Belastungen verwendet.

Doricum
D

Doricum bezeichnet die dorische Säulenordnung der antiken Architektur. Sie ist die schlichteste der klassischen Ordnungen und zeichnet sich durch kräftige Säulen ohne Basis aus.

Dreiecksfenster
D

Ein Dreiecksfenster ist ein Fenster in dreieckiger Form, das oft in Giebelwänden oder Dachkonstruktionen eingesetzt wird. Es sorgt für Licht und setzt architektonische Akzente.

Drempel
D

Der Drempel ist die niedrige Wand zwischen der Dachschräge und der Geschossdecke. Er schafft zusätzlichen Stauraum oder ermöglicht eine größere nutzbare Höhe im Dachgeschoss.

Druckfestigkeit
D

Druckfestigkeit beschreibt, wie gut ein Baustoff Belastungen standhält, die ihn zusammendrücken. Materialien wie Beton oder Naturstein weisen eine besonders hohe Druckfestigkeit auf, was für tragende Bauteile entscheidend ist.

Durchfahrtshaus
D

Ein Durchfahrtshaus ist ein Gebäude, das eine Tordurchfahrt besitzt, meist zu einem Hof oder Hintergebäude. Es ist vor allem in historischen Stadtstrukturen zu finden.

Durchgangszimmer
D

Ein Durchgangszimmer ist ein Raum, der als Verbindung zwischen zwei anderen Räumen dient und keinen eigenen, separaten Zugang hat. In Altbauten findet man diese Raumaufteilung häufig.

Eckquaderung
E

Eckquaderung bezeichnet die markante Gestaltung von Gebäudeecken mit großen, oft aus Naturstein gefertigten Quadern. Sie dient sowohl der Stabilität als auch der optischen Betonung.

Edelkratzputz
E

Edelkratzputz ist ein hochwertiger Fassadenputz, der nach dem Auftragen mit speziellen Werkzeugen aufgeraut wird. Er ist besonders wetterbeständig und dekorativ.

Edelstahlgeländer
E

Ein Edelstahlgeländer ist besonders robust, wetterfest und pflegeleicht. Es wird oft bei Balkonen, Treppen und Terrassen eingesetzt.

Eigenheimversicherung
E

Die Eigenheimversicherung ist eine spezielle Form der Wohngebäudeversicherung, die Schäden am selbstgenutzten Haus abdeckt.

Eindeckung
E

Die Eindeckung ist die äußere Schicht eines Daches, die es vor Witterung schützt. Typische Materialien sind Dachziegel, Schiefer, Metall oder Reet.

Einfamilienhaus
E

Ein Einfamilienhaus ist ein freistehendes Gebäude, das für eine Familie vorgesehen ist. Es verfügt meist über ein eigenes Grundstück und Garten.

Einheitspreisvertrag
E

Ein Einheitspreisvertrag ist eine Bauvertragsform, bei der die Abrechnung nach tatsächlich erbrachten Mengen und zuvor vereinbarten Einheitspreisen erfolgt.

Einschnittgaube
E

Eine Einschnittgaube wird in die bestehende Dachfläche eingeschnitten, wodurch der Dachstuhl nicht vollständig verändert werden muss. Sie bringt Licht ins Dachgeschoss und ist eine platzsparende Lösung.

Einspruchsfrist
E

Die Einspruchsfrist ist der Zeitraum, innerhalb dessen ein Eigentümer oder Bürger gegen einen behördlichen Bescheid Widerspruch einlegen kann.

Einzeldenkmal
E

Ein Einzeldenkmal ist ein Gebäude, das aufgrund seiner besonderen historischen oder künstlerischen Bedeutung einzeln unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Einzugsbereich
E

Der Einzugsbereich beschreibt das geografische Gebiet, aus dem Besucher, Kunden oder Nutzer eines Gebäudes kommen.

Elektrizitätsdenkmal
E

Ein Elektrizitätsdenkmal ist eine unter Denkmalschutz stehende Anlage oder Einrichtung, die für die Geschichte der Stromversorgung bedeutend ist, z. B. alte Kraftwerke oder Transformatorenhäuser.

Elektroinstallation
E

Die Elektroinstallation umfasst alle elektrischen Leitungen, Anschlüsse und Geräte in einem Gebäude. In Altbauten ist oft eine Modernisierung notwendig.

Ensembleschutz
E

Ensembleschutz bezieht sich auf den Schutz ganzer Straßenzüge oder Ortsbilder, bei dem nicht nur einzelne Gebäude, sondern das harmonische Gesamtbild erhalten werden soll.

Entlastungsbogen
E

Ein Entlastungsbogen ist ein gemauerter Bogen über einer Öffnung wie einem Fenster oder einer Tür, der das Gewicht des darüberliegenden Mauerwerks ableitet.

Entwässerungsrinne
E

Eine Entwässerungsrinne leitet Oberflächenwasser von Dächern, Wegen oder Plätzen gezielt ab, um Schäden durch Staunässe zu verhindern.

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